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SG081 Gesetz der Selbstinduktion

Induktion

Induktivität

Glossar

Physik für Schülerinnen und Schüler

Ursache der Induktion ist immer die Änderung eines magnetischen Flusses.

Bei der Selbstinduktion dient eine Spule gleichzeitig als felderzeugende Spule und als Induktions-Spule. Fließt nämlich ein sich ändernder Strom durch die Spule, so wird ein sich änderndes Magnetfeld aufgebaut. Folge des sich ändernden magnetischen Flusses ist eine Induktionsspannung. Gemäß der Lenz'schen Regel ist diese der angelegten Spannung entgegengesetzt. Sie wirkt zurück auf die Geschwindigkeit, mit der sich der Strom ändert.

Es stellt sich heraus:

Es gilt also  

    Uind = - L · ΔI/Δt      (*)

mit der Induktivität L. Je größer die Induktivität L, desto größer ist der Betrag der Selbstinduktionsspannung /Uind/ bei einer bestimmten Änderungsgeschwindigkeit der Stromstärke ΔI/Δt. (Auf das Vorzeichen kommt es hier nicht an.)

Die Induktivität L hat die Einheit [L] = 1 V·s/A = 1 H ("Henry").   {Vgl. mit der Einheit der Kapazität:  [C] = 1 A·s/V = 1 F ("Farad")}.

Wenn Widerstände im Stromkreis in Reihe mit der Spule liegen, treten zusätzliche Spannungsabfälle auf, auch am Innenwiderstand Ri der Spule. Die Zusammenhänge zwischen Stromstärke und Spannungen sind dann weitaus komplizierter. Die Gesetzmäßigkeit (*) für die Selbstinduktionsspannung bleibt aber bestehen. Die Selbstinduktionsspannung Uind zu messen ist dadurch erschwert, dass an der Spule nur die Kombination der Spannungen Uind + Ri ·I abgegriffen werden kann (vgl. Ein-/Ausschaltvorgänge an der Spule).

 


( Juni 2014 )